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April 2019: Rekordumsatz bei Hödlmayr: Fahrzeuglogistik-Experte baut Marktstellung aus

Zum 65jährigen Bestandsjubiläum: Hödlmayr feiert mit Rekordumsatz 

Das Jahr 2018 wird als besonderes in die Unternehmensgeschichte des Mühlviertler Fahrzeuglogistik-Experten eingehen. Passend zum 65jährigen Bestandsjubiläum, das im heurigen Jahr begangen wird, können die Verantwortlichen einen Rekordumsatz in Höhe von 285 Millionen Euro vermelden. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von rund 5,5 Prozent. 

„Gegenüber dem Jahr 2015 sind wir damit um nahezu 20 Prozent gewachsen – und dies in einem alles andere als einfachen Marktumfeld“, betont Johannes Hödlmayr nicht ohne Stolz. Für den Unternehmens-CEO ist diese außergewöhnliche Performance das Ergebnis mehrerer Faktoren, insbesondere aber ein Verdienst der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir haben in der Führungsebene sicher einige wichtige strategische Weichenstellungen vorgenommen, die uns von einem reinen Transportunternehmen zu einem wichtigen Partner im Automotive-Bereich werden ließen. Letztendlich ist es aber das Engagement und das Know-how unserer Mitarbeiter, die den entscheidenden Unterschied am Markt ausmachen.“ 
Insgesamt beschäftigte Hödlmayr im vergangenen Wirtschaftsjahr in 16 Ländern rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch dies ist der höchste Stand in der Geschichte. Mit rund 800 eigenen Fahrzeugspezialtransportern, 200 LKW’s von Sub-Unternehmern und bis zu zwölf europaweit im Einsatz befindlichen Ganzzugsystemen wurden 2018 rund 1,75 Millionen Fahrzeuge transportiert. Als Releasing Agent waren Hödlmayr-Mitarbeiter zudem bei sechs Automobil-Herstellern für die Qualitätskontrolle von rund einer Million Neuwagen zuständig. 

 

Trotz brummender Konjunktur: Jahr mit überraschenden Turbulenzen

Die wirtschaftliche Hochkonjunktur wirkte sich natürlich unmittelbar auf den Absatz von Neufahrzeugen und demnach auf die damit verbundenen Dienstleistungen aus. Von einfachen Rahmenbedingungen will Hödlmayr aber keineswegs sprechen: „Abgesehen von dem Dauerthema Fahrermangel brachte 2018 aber auch Turbulenzen, mit denen wir im Vorfeld nicht gerechnet hatten.“ So führte die Einführung der neuen, strengeren, Abgasnorm WLTP mit September 2018 zu einer deutlichen Reduzierung der Liefervolumen. „Viele Erzeuger mussten dafür die Software in ihren Fahrzeugen umprogrammieren. Außerdem entstanden lange Wartezeiten auf den wenigen vorhandenen Prüfständen, sodass viele neue Modelle nicht freigegeben werden konnten“, erklärt der Vorstand. Die Auswirkungen für das Unternehmen waren durchaus nachhaltig: Während man bis August nahezu an der Kapazitätsgrenze agierte, ging die Planbarkeit im letzten Quartal des Jahres völlig verloren. Hödlmayr: „Gerade in der Logistik-Branche ist dies natürlich kein erstrebenswerter Zustand. Wir mussten Lücken im Auftragsbuch oft kurzfristig schließen.“ 


Mit ein Grund, warum Hödlmayr trotzdem erfolgreich am Markt reüssieren konnte, war ein umfangreicher Auftrag des neuen Kunden Jaguar / Landrover in Graz. So wurden die Mühlviertler Experten mit der Auslieferung von 62.000 Neuwagen betraut. Das gesamte Auftragsvolumen mit Jaguar / Landrover belief sich im vergangenen Jahr auf rund 12 Millionen Euro. Hödlmayr: „Es freut uns sehr, dass es uns gelungen ist, diesen prestigeträchtigen Kunden mit unseren Konzepten zu überzeugen.“ 

 

Neue Herausforderungen durch E-Fahrzeuge: Notwendige Investitionen in Infrastruktur und Schulungen 

Die kontinuierliche Zunahme von Elektro-Fahrzeugen macht sich auch bei Hödlmayr bemerkbar. Neben den E-Modellen von Jaguar sind die Oberösterreicher seit kurzem auch für die Logistik von Tesla zuständig (Auftragsvolumen rund 6,5 Millionen Euro jährlich). Insgesamt wurden im vergangenen Geschäftsjahr schon rund 50.000 E-Fahrzeuge ausgeliefert, Tendenz weiter steigend. Das Handling von E-Fahrzeugen bringt für das Hödlmayr-Team durchaus neue Herausforderungen. So sind für die in diesem Bereich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schulungen und Ausbildungen – vor allem im Bereich der Batterien – notwendig.  Dies umfasst sowohl den Umgang mit schadhaften Batterien als auch das fachgerechte Löschen von möglichen Bränden. 

Auch im Bereich der Fahrzeugtransporter erfordern die E-Modelle zusätzliche Investitionen. Diese sind vor allem aufgrund des doch deutlich höheren Gewichtes von bis zu 2,5 Tonnen je Fahrzeug notwendig. „Wir müssen unsere Flotte sukzessive auf stärkere Fahrzeuge umrüsten. Alleine 2018 haben wir bereits rund 50 neue Fahrzeuge gekauft, die diesen Anforderungen gerecht werden“, betont Hödlmayr. Der Vorstand sieht in diesen Investitionen aber auch eine gute Chance, die Marktstellung seines Unternehmens weiter auszubauen. „Die benötigten stärkeren LKW verursachen natürlich höhere Investitionen, die sich viele kleine Mitbewerber am Markt derzeit so nicht leisten können. Es besteht demnach eine hohe Markteintrittshürde, von der wir natürlich profitieren.“ 

 

Weichenstellung im Jubiläumsjahr 3. Generation tritt in Unternehmen ein

Im laufenden Wirtschaftsjahr rechnen die Verantwortlichen bei Hödlmayr mit einer deutlichen Einbremsung der Konjunktur und damit verbunden mit einem Rückgang bei den Verkaufszahlen im Neuwagenbereich. „Dies wird sich natürlich auch auf unsere Auftragssituation auswirken. Trotz der bereits vorhandenen guten Grundauslastung würden wir es als Erfolg sehen, wenn wir die Rekordzahlen aus 2018 halten könnten“, betont der CEO. Zumal man bei Hödlmayr auch heuer mit der Einführung des neuen Abgasmessverfahrens RDE mit einer turbulenten Marktentwicklung ab Herbst rechnet. „Hier können wir aber sicher schon die Erfahrungen des Vorjahres nutzen und uns entsprechend darauf vorbereiten“, erklärt Hödlmayr. 

In jedem Fall wird in diesem Jahr eine wesentliche Weichenstellung für die weitere Unternehmensgeschichte vollzogen. Mit Johannes-Alexander Hödlmayr ist seit Beginn des Jahres die dritte Familiengeneration im operativen Geschäft tätig. Der 27jährige Sohn des jetzigen CEO’s, der 2014 sein Bachelorstudium „Logistik- und Transportmanagement“ erfolgreich abschloss, sammelte bislang bei Unitcargo und Hermes Logistik die notwendige Praxiserfahrung. Er wird nun in einem eineinhalbjährigen internen Ausbildungsprogramm auf seine künftigen Aufgaben vorbereitet.