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Kommen bald Autos aus Papier?

Viel Stahl und ein bisschen Kunststoff, das sind die Stoffe, aus denen automobile Träume seit jeher überwiegend gemacht sind. Zwar arbeiten die Autobauer inzwischen auch mit leichterem Aluminium und setzen hier und da auf teures Carbon. Der Weisheit letzter Schluss in puncto Gewichtsverringerung scheint das allerdings auch nicht zu sein. Einer Lösung wollen verschiedene Forscher aber jetzt ein Stück nähergekommen sein: Nanofasern aus rein biologischer Zellulose, so die Experten, könnten (nicht nur) der Autoindustrie zukünftig ganz neue Möglichkeiten eröffnen.

Ein erstes Concept Car mit einer CNF-Karosserie (cellulose nanofiber) war auf der diesjährigen Motorshow in Tokio zu sehen. Unter der dünnen Lackschicht – und auch im Innenraum – stecken CNF-Bauteile, die klassischem Blech in nichts nachstehen sollen, dafür aber deutlich leichter sind. Der Zweitürer bringt angeblich nur 1.050 Kilogramm auf die Waage und damit rund 150 Kilogramm weniger als ein Fahrzeug in herkömmlicher Bauweise. Umgerechnet in Benzinverbrauch entspricht das einer Ersparnis von bis zu einem halben Liter pro 100 Kilometer.
Hinter der neuen Nanofaser steckt, einfach ausgedrückt, eine Art Papier. Zumindest ist der Ausgangsstoff der gleiche: Zellulosefasern aus Holz. Die winzigen Teilchen, die im Baumstamm völlig chaotisch angeordnet sind, werden in der sogenannten „hydrodynamischen Fokussierung“ parallel ausgerichtet und zu einem Faden verbunden. Der soll stabiler sein als Stahl oder Spinnenseide; Letztere gilt bislang als das stärkste biologische Material überhaupt. Um aus diesen Fäden beispielsweise Karosserieteile herstellen zu können, müssten sie, ähnlich wie bei glas- oder kohlefaserverstärkten Kunststoffen, verwoben und in spezielle Harze eingegossen werden. Bis zur Serienreife für automobile Anwendungen sollen aber noch mindestens fünf Jahre vergehen.


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