English | Deutsch
 SUCHE
[ZUR STARTSEITE]
Pressespiegel
Presseaussendungen


Wirtschaftsnachrichten Donauraum, Graz, Februar 2010 – Nr. 1-2 Special


Auf der Donau soll bis 2015 das jährliche Gütervolumen auf 30 Millionen Tonnen gesteigert werden. Dazu wird die Wasserstraße als Wirtschaftsader aufgerüstet, auch die Hafenanlagen entlang des Stromes werden erweitert. Und zudem gibt es immer wieder Premieren an der schönen, blauen Donau – beispielweise einen Autogroßtransport.

Wie kann man 235 Autos auf einmal kostengünstig und zuverlässig von Rumänien nach Österreich transportieren? Man nehme einen bulgarischen Schubverband, belade ihn mit 235 rumänischen Autos und überlasse Eco Danube den Job. Genau dieses Rezept setzte die Transportfirma Hödlmayr um und erzielte ein Resultat, das sehr zufriedenstellend war. Mitte November wurden in Giurgiu 235 Autos des rumänischen Herstellers Dacia geladen, die den Ennshafen zehn Tage später erreichten. Während die Transportzeit planmäßig erfüllt wurde, dauerte die Entladung in den Anlage des Ennshafens nur dreieinhalb Stunden. Dieser Transport veranschaulicht Logistikprozesse auf der Donau: Zuerst kommt die Ladung, nämlich 235 rumänische Autos, der Kunde, die Transportfirma Hödlmayr, die Abwicklung durch Eco Danube und letztlich die bulgarische Reederei Fanty G. die einen Schubverband mit zwei Doppelstockbargen zur Verfügung stellte.
Damit nicht genug, Liniendienste für Transporte von und nach Südosteuropa garantieren steigende Zuverlässigkeit, signifikante Kostenvorteile und vor allem Umweltfreundlichkeit. Ab März 2010 wird die Helogistics Holding auch einen Liniendienst für Containertransporte auf der Donau anbieten, die (wieder) zur Wirtschaftsader wird.

Schifffahrtsprojekte für Europa

Mit dem Nationalen Aktionsplan Donauschifffahrt (NAP) verfügt Österreich über ein umfassendes Instrument zur Umsetzung schiffahrtspolitischer Maßnahmen bis zum Jahr 2015. Österreich nimmt damit eine Vorreiterrolle in der europäischen Schifffahrtspolitik ein. Die wichtigsten Projekte des NAP – die Implementierung des Schifffahrtsinformationssystems DoRIS und das flussbauliche Gesamtprojekt östlich von Wien – konnten seit Bestehen des NAP unter der Leitung des Infrastrukturministeriums und von via donau maßgeblich vorangetrieben werden.

Bereits 2006 wurde auf österreichischen Donau das Schifffahrtsinformations- und Managementsystem DoRIS (Donau River Information Services) mit den ersten Services für Schifffahrt und Behörden in Betrieb genommen. Mithilfe von europäischen Fördermitteln konnten bis Ende 2007 bereits 380 Schiffe mit AIS-Transpondern ausgestattet und in das System eingebunden werden. Im Rahmen des EU-Projektes IRIS Europe wird derzeit unter der Federführung von via donau und der Obersten Schifffahrtsbehörde die Implementierung von RIS in den weiteren Donaustaaten nach einheitlichen Standards vorangetrieben. Diese Harmonisierung soll in diesem Jahr abgeschlossen sein.

Große Fortschritte konnten bei der Beseitigung des nautischen Engpasses östlich von Wien erzielt werden. Parallel hierzu laufen Modellversuche und ein Pilotprojekt, in dem die Wirkung von ökologisch optimierten Baumaßnahmen erprobt wird. 2007 konnte auch die Finanzierung des flussbaulichen Gesamtprojektes bis zum Jahr 2015 sichergestellt und eine cirka 15-prozentige Kofinanzierung der Europäischen Union erreicht werden.

Auch international findet das Österreich durchgeführte flussbauliche Gesamtprojekt Anerkennung: Basierend auf den Planungsgrundsätzen des Projekts wurde unter Führung der internationalen Donauschutzkommission (IKSD) und der Flusskommissionen eine gemeinsame Erklärung mit den Donauanrainerstaaten unterzeichnet, die Leitlinien und Grundsätze für zukünftige Wasserstraßenprojekte auf der Donau vorgibt. Österreich unterstützt ausdrücklich alle Maßnahmen zur Stärkung der Wasserstraßeninfrastruktur und zur Festlegung von international gültigen Standards.

Ennshafen ausgebaut

Das gilt auch für den Ennshafen an der Donau im Grenzgebiet von Niederösterreich und Oberösterreich, der weiter ausgebaut wird, in dem isch aber auch ansässige Unternehmen erweitern. Eine Investitionsoffensive mit mehr als neun Millionen Euro wird vorgezogen. Um diese Summe werden der Übergabe-Bahnhof mit zwei neuen Ganzzugsgleisen erweitert und eine neue Kaimauer im Hafenbecken West errichtet. Im ecoplus-Wirtschaftspark auf der niederösterreichischen Seite des Hafens investieren auch zwei Unternehmen in Erweiterungen, wodurch mehr als 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Schon in den vergangenen Jahren haben sich im Ennshafen mehrere Erzeugungs-, Handels- und Dienstleistungsfirmen neu angesiedelt, andere haben ausgebaut. Die Zahl der Arbeitsplätze ist dadurch auf 1.620 gestiegen. Im Containerterminal konnte ein Zuwachs um 6,7 Prozent auf rund 191.000 TEU (20 Fuß Standardcontainers) verzeichnet werden. Beim Wasser-Land-Umschlag wurden hingegen mit 540.000 Tonnen die Erwartungen nicht erfüllt. Zwischen 2006 und 2007 hatte es noch eine 18-prozentige Steigerung von 672.000 auf 766.00 Tonnen gegeben. Als Grund für den Rückgang werden externe Faktoren genannt. Insbesondere der nautische Engpass zwischen Straubing und Vilshofen und Dumpingpreise im Lkw-Verkehr hätten zu Verlagerungen auf die Straße geführt. Der Hafen hofft aber, von der prognostizierten Steigerung der auf der Wasserstraße Donau in Österreich transportierten Güter von derzeit zwölf auf bis zu 30 Millionen Tonnen bis 2015 zu profitieren.

Der Ennshafen wird im kommenden Jahr bei „Donau.Fluch und Segen” beteiligt sein – eine länderübergreifende Gemeinschaftsausstellung in Niederösterreich und Oberösterreich. Er soll dabei die Donau als gezähmte und menschlich genutzte Energiequelle und Transportstrecke zeigen. Neben einer Ausstellung im Logistik- und Verwaltungszentrum der Ennshafen GmbH soll es auch Inszenierungen in Form eines Erlebnis-Schiffes und die Möglichkeit einer Baustellenbesichtigung des Machlanddammes geben.

Informationen für die Schifffahrt

Voraussetzung für die Integration der Binnenschifffahrt in die moderne Unternehmenslogistik in die moderne Unternehmenslogistik ist eine sichere, planbare und effiziente Verkehrs- und Transportabwicklung. Gesicherte Fahrwasserverhältnisse sind nur eine der Grundvoraussetzungen für einen wirtschaftlichen und konkurrenzfähigen Schiffsbetrieb.

Wesentlich ist auch der Einsatz von innovativen Informations- und Kommunikationssystemen. Erst durch sie wird es möglich, Verkehre zu steuern, die Verkehrskontrolle zu gewährleisten und Transport und Logistikabläufe zu optimieren. Via donau ist verantwortlich für die Entwicklung und den laufenden Betrieb des Schifffahrtsinformationssystems DoRIS und sorgt für die Betreuung der Benutzer auf der österreichischen Donau. Die RIS-ExpertInnen von via donau sind Mitglied in zahlreichen Expertgruppen in anderen Donauländern und daher maßgeblich an der Weiterentwicklung der RIS-Technologie beteiligt.



PRESSE KARRIERE KONTAKT IMPRESSUM SITEMAP HOME