Der Fahrzeuglogistiker Hödlmayr International AG ist nun auch auf de Schiene vertreten. Seit Herbst 2007 fährt der Logistiker mit einer adaptierten Privatbahn mehrmals die Woche von Neuss in Deutschland nach Schwertberg. Bisher sind von Neuss, wo Hödlmayr einen eigenen Hub eingerichtet hat, 77 Züge mit 3000 Fahrzeugen hin und retour gefahren. Die Waggons werden von einer Lok der Wiener Lokalbahnen gezogen.
Hintergrund de Verlagerung von der Straße auf die Schiene ist die Vermeidung von Stau-, Maut- bzw. Road Pricing-Kosten, sagt der Chef des Familienunternehmens, Johannes Hödlmayr. „Der Hauptgrund ist aber, dass wird damit die Arbeitszeitgesetze besser in den Logistik-Rundlauf integrieren können“. Denn diese verursachen Standzeiten, was für einen Logistiker das denkbar Schlechteste ist. Hödlmayr: „Das Lkw-Personal und die Transporter werden nun frei für neue Aufträge“. Hödlmayr sieht die privat durchgeführten Transporte auch als „Beitrag zur Umweltschonung“.
Starker Zuwachs
Mit dem Geschäftsjahr 2007 ist Hödlmayr „sehr zufrieden“. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 175 Millionen Euro. Grund ist ein stärkeres Volumen vor allem aus Ost- und Südeuropa, wohin Hödlmayr seit 2002 seine strategische Ausrichtung verlagert hat. So werden von Pitesti/Rumänien aus Dacia Logan und von Györ/Ungarn aus Audi nach Westeuropa transportiert. Hödlmayr hat zwölf Terminals in zwölf Ländern, über die mehr als eine Million Fahrzeuge ausgeliefert werden. 900.000 davon werden als Releasing Agent übernommen. Dabei wird das Auto direkt vom Band bei Magna oder Ford geholt und nach Kundenwünschen umgebaut. Danach erfolgt der Transport zu den Händlern. Die drei größten Terminals sind die Zentrale in Schwertberg sowie Graz und Györ.
Mit dem schwedischen Lkw-Hersteller Scania, mit dem Hödlmayr bisher in neun europäischen Ländern zusammenarbeitet hat, weitet der Logistiker diese Kooperation auf zwei weitere Destinationen aus: die Oberösterreicher werden in Hinkunft auch in Bulgarien und Rumänien Scania-Fahrzeuge ausliefern. Seit 2003 hatten Hödlmayr und Scania in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Griechenland miteinander zu tun – diese Zusammenarbeit wurde nun bis 2010 verlängert.
Den Ausschlag zu Hödlmayrs Gunsten gab der Einsatz des modernen Lkw-Spezialtransporters H3000, mit dem gleichzeitig drei schwere Hochdach-Lkw transportiert werden können, teilte das Unternehmen mit. „Dank dieser Innovation erreichen wir einen höheren Ladefaktor“, sagt Hödlmayr. Die vertiefte Kooperation mit Scania bedeutet für die Österreicher ein Gesamtvolumen von 5500 schweren Lkw pro Jahr.
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