Johannes Hödlmayr, der von Schwertberg aus ein Fahrzeug-Transport-Imperium von Belgien bis Rumänien steuert, bereitet sich auf die steigende osteuropäische Autoproduktion vor. Ab 2008 werden aus 18 Autowerken im Osten 2,5 Millionen Autos rollen. Es gibt Berechnungen, die von noch höheren Zahlen ausgehen.
Hödlmayr, der bereits jetzt jährlich mehr als eine Million Autos transportiert und damit sowie mit unterschiedlichsten Logistikdiensten zuletzt 183 Millionen Euro (nach 156 Millionen im Jahr 2005) umgesetzt hat, überlegte eine Konzentration der beiden Standorte in Bratislava und Györ, die geografisch nicht weit voneinander entfernt sind. In Bratislava hat Hödlmayr eine reine Transportfirma mit 18 Beschäftigten und 15 LKW, in Györ in Ungarn gibt es 247 Beschäftigte, 84 Transporter und eine Lagerkapazität von 200.000 Quadratmetern mit Bahnanschluss.
Mit zwölf Verteilerzentren, davon sieben in Osteuropa, sieht sich Hödlmayr für neue Herausforderungen bestens aufgestellt. Seine Fahrzeugflotte ist auf rund 600 Einheiten angewachsen, rund 200 Frächter beschäftigt er als Subunternehmer. Das Fuhrparkmanagement betreibt er noch immer selbst. Er ist aber nicht abgeneigt, es outzusourcen, wenn die Bedingungen stimmen.
Für Oberösterreich erwartet Hödlmayr in den kommenden Jahren eine Intensivierung der Verkehrsströme von Ost nach West. „Es ist eine Schnapsidee zu glauben, dass wir weniger Verkehr haben werden, das kann man vergessen“, sagt Hödlmayr. Er plädiert für sinnvolle Lösungen, auch seitens der Verkehrspolitik.
Transport-Architekten
Für Transporte über 1000 Kilometer sieht Hödlmayr die Schiene als sinnvoll an. Allerdings gelte es Ganzzüge zusammenzustellen – es sei unsinnig, auf Einzelwaggons oder mit Waggongruppen zu fahren, die nur mit 12 bis 13 km/h vorankämen. „Hinter jedem LKW steht ein Auftrag der Exportwirtschaft, deswegen leben wir im Paradies der Welt. Und wir hätten Potentiale auf der Strasse, wenn es nicht laufend Nachtfahrverbote gäbe, so eine Blödheit gibt´s nur einmal. “
von Franz Gansrigler
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