Nun sind schon wieder zwei Jahre vergangen, weid der Logistikkonzern Hödlmayr International AG sein 50jähriges Bestandsjubiläum feierte. Was im Jahr 1954 unter dem Firmengründer Johann Hödlmayr als kleines Einzelunternehmen begann, hat sich zu einem international tätigem Fahrzeug-Logistikkonzern entwickelt, welcher deutlich mehr bietet als ausschließlich den Transport von Fahrzeugen von einem Ort zum anderen. Die Tätigkeit von Hödlmayr umfasst inzwischen die gesamte Prozesskette – vom Ende des Fließbandes im Herstellerwerk bis z ur Übergabe des neuen Autos an den Endkunden.
beginnt der Firmengründer Johann Hödlmayr mit Vieh- und Fleischtransportern. Kurz nach dem Beginn mit Viehtransporten startet dieser auch mit einem Schotterabbauunternehmen. Der Einstieg in das Geschäft mit Fahrzeugtransporten erfolgt im Frühjahr 1961 mit zwei PKW-Transportern. Im Jahr 1984 der erste Schritt zur Internationalisierung des Unternehmens – man erwirbt eine Spedition in Rosenheim/Bayern. Eine neuerliche deutliche Expansion erfährt die Firmengruppe in den 90ige Jahren, beginnend mit dem Kauf der größten belgischen Fahrzeug-Fachspedition, HN-Autotransport mit Sitzh in Tongeren. Hier ist auch der Startpunkt für die Ausrichtung einer effizienten West-Ost Schiene der Hödlmayr Standorte zu sehen, welche es nun ermöglicht den jeweiligen Kunden ein umfassendes und effektives Logistiknetz anzubieten. Darauf folgen die Gründung der Hödlmayr Logistics Hungaria als erste Tochterfirma in Osteuropa. Und schon im Jahr 1992 entsteht das nächste Verteilzentrum in Tschechien mit der Gründung der Hödlmayr Logistics Czech Republic mit ihrem Sitz in Jenec, gleich neben dem Flughafen. Diese Expansionsstrategie wird frei nach der Firmenphilosophie „Hödlmayr ist überall dort, wo der Kunde es will, der Markt attraktiv und das Geschäft profitabel ist“ in konsequenter Weise fortgesetzt.
Wobei sich ab dem Jahr 2001 die Expansionsschritte der Hödlmayr International AG vor allem auf die Märkte in Zentral-, Ost- und Südosteuropa konzentrieren. Tochterfirmen in Rumänien, der Slowakei, Serbien und Bulgarien werden gegründet und die Marktposition von Hödlmayr in diesen Märkten weiter zu stärken. Damit ist Hödlmayr International derzeit in 12 Ländern mit eigenen Firmen und Joint Ventures vertreten. Neben Österreich sind dies: Deutschland, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Tschechien, die Slowakei, Rumänien, Kroatien, Serbien und Bulgarien.
Das Kerngeschäft Transport bildet - wie in der Vergangenheit – auch in der Zukunft ein wesentliches Standbein der Hödlmayr Gruppe. Mit rund 500 eigenen LKW und 300 geschlossenen Bahnwaggons, werden die Fahrzeuge im gesamten europäischen Raum bewegt. Dabei weiß der Kunde immer, wo sich das Fahrzeug gerade befindet. So sind die Hödlmayr-LKW mit einer eigenen Vorrichtung zur Sendungsverfolgung ausgestattet. Das bei Hödlmayr International eingesetzt Vehicle Tracking System (VTS) bietet zwei Kernfunktionen: zum einen wird es genau so wie ein Handy als Kommunikationsmittel eingesetzt, zum andern stellt es via GBP Ortungsdaten der LKW zur Verfügung. Aufgrund dieser Ortungsdaten bietet das System von Hödlmayr für die Großkunden die Möglichkeit, sich jederzeit über die aktuelle Position (über ein Internetportal) ihrer Fahrzeuge zu informieren. Aufgrund derartiger Wettbewerbsvorteile konnte auch jüngst die Ausschreibung für die Fahrzeuge des zu Renault zählenden rumänischen Fahrzeugherstellers Dacia in wesentlichen Bereichen für Hödlmayr des neuen Dacia für Österreich, die Benelux-Staaten und große Teile Italiens, Frankreichs und Deutschland verantwortlich. Alleine dieser Auftrag bringt eine dauerhafte Auslastung für 80 LKW-Züge. Nicht nur im Transport von PKW gilt Hödlmayr als Spezialist. Auch der Transport von Nutzfahrzeugen (LKW, Baumaschinen, Traktoren etc) gehört zum Kernbereich. SO ist Hödlmayr für den LKW-Hersteller Scania seit 2005 ebenfalls als Gesamtlogistiker für elf Länder tätig. Dieser Vertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren und garantiert die Auslastung von 25 der neuen, hochmodernen Hödlmayr-LKW-Spezialtransporter H3000. Dieser Transporter ist eine Hödlmayr-Eigenentwicklung und ermöglicht erstmals den Transport von drei schweren Hochdach-LKW mit einem Transporterzug. Die auf Grund der Expansionsstrategie entstandene Logistikschiene, stellt jedoch für die Kunden ein “Mehr“ an Leistung dar. So kann ein weitaus tiefergehendes Leistungspaket jenen Kunden angeboten werden, welche die Verteilzentren nutzen. Dort geht es nicht nur um die Lagerung der Fahrzeuge (konzernweit sind mehr als 60.000 Abstellplätze verfügbar), sondern dort werden die Fahrzeuge auch überprüft, werden Auslieferungsservices durchgeführt, werden die Fahrzeuge nach den Anforderungen der Kunden ausgestattet und umgebaut und dann, wenn sie angefordert werden, zum richtigen Zeitpunkt ausgeliefert.
Im Rahmen dieses Leistungspaketes hilft Hödlmayr auch Kosten einzusparen. Autobesitzer aber auch Kfz-Versicherer klagen über hohe Reparaturkosten. fix&save nennt sich eine revolutionäre Angebotspalette von Hödlmayr und schafft hier Abhilfe. Entwickelt hat Hödlmayr diese Techniken im Auftrag von Autoherstellern, Importeuren und Händlern. Umfasst von diesen sogenannten “smart repair“ Methoden sind insbesondere die Beseitigung von Dellen und Hagelschäden ohne Neulackierung, die Beseitigung von Kratzer in Kunststoff- und Blechteilen ebenfalls ohne Neulackierung, die Reparatur von Steinschlägen in Windschutzscheiben sind ohne Austausch der Scheibe möglich und Interieur, welches bisher ersetzt werden musste, kann nun repariert werden. So haben bei 40.000 PKW die Experten nur des oberösterreichischen Fahrzeuglogistikers inzwischen Hagelschäden repariert, ohne dass diese Fahrzeuge neu lackiert werden mussten. Diese unter den Markennamen “fix&save“ laufende Reparaturmethoden werden in Österreich, Belgien, Ungarn, Tschechien und Slowenien von Hödlmayr angeboten. Inzwischen setzt auch eine ganze Reihe von Kfz-Versicherern, die unter immer teueren Reparaturen leiden, auf die von Hödlmayr entwickelten und angebotenen Reparaturmethoden. Mit Hilfe er Hödlmayr-Experten kann jede Kfz-Werkstätte diese Reparaturen anbieten. Dank einer Flotte von Servicefahrzeugen kommen die Hödlmayr-Experten sogar ins Haus. Zudem können Reparaturen, die früher etwa wegen nötiger Lackierarbeiten mehrere Tage in Anspruch genommen haben, ungewohnt rasch durchgeführt werden.
Zusätzlich zu diesen umfassenden Leistungen für Fahrzugindustrie, Autoimporteure und Händler hat sich Hödlmayr zum Generaldienstleister entwickelt, der komplette Logistik-Ketten von der Fabrik bis zum Verkaufsraum des Fahrzeughändlers anbietet. Diese Kette beginnt bereits bei der Übernahmeinspektion am Ende Fließbandes im Herstellerwerk. Diese Qualitätskontrolle durch Hödlmayr als Releasing Agent, wie es im Fachjargon heißt, bringt eine noch genauere und unabhängige Kontrolle und ermöglicht es, mögliche Verbesserungen in der Produktion aufzuzeigen. Al ein soclher Generaldienstleister (Lead Logistic Provider) plant, erstellt und optimiert Hödlmayr das gesamte Logistik-Netzwerk, das nötig ist, um die Fahrzeuge vom Werk bis zum Endkunden zu bringen und dazwischen auch noch die gesamten Zusatzservices anzubieten. Bei Hödlmayr als Lead Logistics Provider liegt das gesamte Frachtführer-Management bis zur Auswahl der Subdienstleister, Transporteure und Verteilzentren, das gesamte Risiko-Management samt Versicherung sowie die laufende Überwachung, Koordination und Administration der Logistikleistungen für den Fahrzeughersteller. Solche Lead Logistics Modelle hat der Hödlmayr-Konzern, zum Teil mit Partnern, zum Teil alleine bereits mehrfach umgesetzt.
Trotz des stetigen Expansionsprozesses und die weitere Ausrichtung in die neuen zentral-, ost- und südosteuropäischen Märkte bleibt Hödlmayr ein Unternehmen, welches mit Oberösterreich eng verbunden ist. Dies beweißt, dass die Firmenzentrale in Schwertberg ist und sich hier auch einer der wichtigsten operativen Standorte der Gruppe befindet. So stellt Hödlmayr für die Region einen wichtigen und attraktiven Arbeitgeber dar. Das Festhalten an dieser Philosophie wurde im Rahmen der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2004 auf eine harte Probe gestellt. Doch die Entscheidung war klar, man wird am Standort Schwertberg festhalten. Nach einer intensiver Wiederaufbau-Phase zeigt sich der Standort Schwertberg mit einer höheren Effizienz und Leistungsfähigkeit, als je zuvor. So wurden nach der Katastrophe mehrere Millionen Euro in die Absicherung des Firmenareals investiert. Eine Schutzmauer sichert das gesamte Areal ab. Mit leistungsfähigen Pumpen kann das dann einer Wanne gleichkommende Areal trocken gehalten werden, auch wenn ringsum der Wasserpegel wiederum eien Rekordhöhe, wie im August 2002, erreichen sollte. Durch diese Maßnahmen ist nicht nur umfassender Hochwasserschutz garantiert. In Schwertberg ist damit auch eine Art “Fort Knox“ der Fahrzeugbranche entstanden. Laut allen Audits der großen Fahrzeughersteller und Kunden stellt das Hödlmayr-Areal in Schwertberg das bei weitem sicherste Fahrzeuglager Europas dar.
Die Tatsache, dass Hödlmayr in vielen Ländern, aber natürlich auch in Oberösterreich ein attraktiver Arbeitgeber ist, zeigt auch die Firmenkultur und das über Eigeninteressen hinausgehende Engagement von Firmenchef Johannes Hödlmayr. Diese wurde wiederum für die Funktionsperiode 2005-2010 zum Obmann de Sparte Transport und Verkehr gewählt. Der Vorstandssprecher der Hödlmayr-Gruppe steht damit weiterhin an der Spitze der oö. Verkehrswirtschaft. Dieser Einsatz für Gemeininteressen hat jedoch im Hause Hödlmayr schon eine lange Tradition. So war Hödlmayr schon vor Jahrzehnten treibende Kraft, die Ausbildung zum Berufskraftfahrer als Lehrberuf einzuführen. Dies wird bei Hödlmayr auch gelebt. Und so werden jedes Jahr durch eigenes Schulungspersonal Lehrlinge in diesem Beruf bei Hödlmayr ausgebildet.
Die Hödlmayr International AG und ihre Tochterfirmen in zwölft Ländern beschäftigen über 1300 Mitarbeiter und verfügen über 500 eigene Fahrzeugspezialtransporter sowie 300 geschlossene Bahnwaggons. Die Hödlmayr International AG erzielte zuletzt einen Jahresumsatz (unkonsolidiert) von 157 Millionen Euro. Insgesamt liefert die Hödlmayr International AG jährlich etwas mehr als einen Million Fahrzeuge aus. In sechs Autofabriken weltweit ist Hödlmayr als Releasing Agent (Übernahmespediteur, der auch für die gesamte Qualitätskontrolle der Neufahrzeuge zuständig ist) tätig. Als Releasing Agent wickelt Hödlmayr pro Jahr rund 1,1 Millionen Neufahrzeuge ab.
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